NLP

Die Abkürzung NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren.

NLP wurde in den 70er Jahren von Richard Bandler, John Grinder, Leslie
Cameron-Bandler, Judith Delozier und Robert Dilts entwickelt. Sie studierten
die Vorgehensweisen so erfolgreicher Therapeuten wie Milton Erickson
(Hypnotherapie), Virginia Satir (Familientherapie) und Fritz Perls (Gestalt-
therapie).

Ihr Ziel war dabei, das, was den Therapeuten selbst nicht bewusst war und wir
heute therapeutische „Intuition“ nennen, zu modellieren und die ihr zu Grunde
liegenden Kommunikationsstrukturen zu entdecken, um diese auch auszubilden-
den Therapeuten leichter zugänglich machen zu können.

Entstanden ist daraus ein praktisches Modell menschlicher Kommunikation sowie
eine Fülle von Methoden und Techniken, die sinnvolle Veränderungen im Rahmen
einer Kurzzeittherapie ermöglichen. Wesentliche Weiterentwicklungen dieses
Ansatzes sind seither vor allem von Robert Dilts geleistet worden.

NLP geht davon aus, dass wir mit sinnlich-körperlichen (Neuro) und sprachlichen (Linguistisch) Repräsentationen ein Modell der Welt entwerfen, welches unser
Denken, Fühlen und Handeln bestimmt (Programmieren).

Wie glücklich oder problembeladen Menschen leben, hängt demnach weniger
davon ab, wie die Welt „objektiv“ beschaffen ist, als vielmehr davon, wie angemessen oder unangemessen das jeweilige subjektive Modell der Welt ist. Oder
anders ausgedrückt: Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Ziel des NLP ist nun,
unsere innere Landkarte so zu gestalten und zu erweitern, dass wir Zugang zu
unseren Fähigkeiten erlangen und dadurch auch in schwierigen Situationen genügend Wahlmöglichkeiten zur Verfügung haben.

NLP orientiert sich dabei vorwiegend an ziel- und ressource-orientierten,
systemischen und ökologischen Grundannahmen:
Zielorientiertes Arbeiten gibt dem therapeutischen und beratenden Prozess
eine klare Ausrichtung und lenkt schon während der Problembeschreibung den
Fokus des Klienten auf mögliche Lösungen und bereits vorhandene Ressourcen.

Ressourceorientiertes Arbeiten ermöglicht dem Klienten, sich seiner eigenen
Potentiale in der Gegenwart bewusst zu werden und diese auch praktisch zu nutzen.

Systemisches Arbeiten reflektiert einerseits die Beziehung zwischen Therapeut
und Klient und andererseits die Beziehung zwischen Klient und dessen sozialem
Kontext. Konflikte wie auch Symptome verweisen nach diesem Verständnis immer
auch auf gestörte Beziehungen, die problemstabilisierend wirken und die es dann ebenfalls zu klären gilt.

Ökologisches Arbeiten heißt im NLP, die möglichen Auswirkungen von angestrebten
Veränderungen auf allen Ebenen zu beachten. Ganzheitliches Denken und Handeln berücksichtigt Auswirkungen im psychischen, somatischen und sozialen Bereich. Einwände und Hindernisse auf dem Weg der Veränderung werden im NLP als wertvolle Informationen betrachtet, die einbezogen werden müssen. Erst wenn sie berücksichtigt und gewürdigt sind, werden Veränderungen wirklich tragfähig sein.